Andrea Pichl_Unendliche Folgen

Unendliche Folgen.

Andrea Pichl

16. April – 21. Mai 2011

Die Reflexion über den umbauten Umraum und dessen Wirkung auf den Menschen steht im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Andrea Pichl. Die Berliner Künstlerin beschäftigt sich dabei eingehend mit den Versprechungen innerhalb der Architektur der Moderne bis zur Gegenwart. Ihr Blick geht ins Detail, an die Stellen, wo Architektur das aufgepresste System nicht mehr (aus-)halten kann und zum hässlichen Mutanten wird. Mit welchen hehren sozialen Zielen trat ein Le Corbusier an und wie wurden dessen Utopien in uniformen Plattenbauten ad absurdum geführt?

Andrea Pichls Bildsprache ist kühl und erscheint wie eine Überwachungskamera im objektiven Speichermodus. Legt man ihre Arbeiten als Folie über deren Vorbilder, wird in der Verschiebung das Gewaltpotential ahumaner Architektur deutlich. Folgt die Form dem Bewusstsein oder das Bewusstsein der Form? Auch wenn der Mensch in den künstlerischen Arbeiten von Andrea Pichl abwesend ist, wird von ihr genau dessen Domestizierung im und durch den Raum thematisch befragt.

In der Ausstellung Unendliche Folgen im Delikatessenhaus zeigt Andrea Pichl neuere installative und zeichnerische Arbeiten.