apeirophobia : Bastigkeit
apeirophobia : Bastigkeit
apeirophobia : Bastigkeit
apeirophobia : Bastigkeit
apeirophobia : Bastigkeit

apeirophobia.

Olaf Bastigkeit / Rauminstallation

2. Dezember 2011 bis 21. Januar 2012 .

I have reason to believe that I have apeirophobia, which is the fear of infinity… I cannot stand the thought of things ever going on forever, or how that would ever work out, or why the universe doesn’t have a beginning, or an end, that can be explained, or proven.
(anonymous,
www.phobia-fear-release.com, 2011)

Das Delikatessenhaus wird von Dezember bis Januar Präsentationsort für die ortsspezifische Installation apeirophobia des Berliner Künstlers und HGB-Absolventen Olaf Bastigkeit.

Was zeigt sie? Ist sie ein Fragment einer abwesenden viel größeren Arbeit? Schließt die Komposition an das Unendliche an oder betont sie eher seine eigene Endlichkeit? Wie kommt sie da herein, wie wieder heraus? Hat das Ganze eine Dynamik oder lehnt es an der Wand?

Die Arbeit ist ein unmögliches Arrangement, das sich einer einfachen Umschreibung entzieht. Nur über formale Attribute lässt es sich zunächst definieren, keine Geschichte wird erzählt, Inhaltslosigkeit zelebriert sich. Der Betrachter hat nur die Möglichkeit, sich über die individuelle Wirkung klar zu werden und stellt sich möglicherweise die bereits erwähnten Fragen: Was zeigt die Installation? Ist sie ein Fragment einer abwesenden viel größeren Arbeit… etc.

Die offensichtlichste Eigenheit des Kunstraums Delikatessenhaus ist der vordere Raum mit seiner großzügigen Schaufensterfront zur Karl-Heine-Straße. Im Hinblick auf das Potential des straßenseitigen Volumens mit seinen Öffnungen entsteht eine raumfüllende Arbeit. Diese verhält sich wie ein Bruchstück eines kolossalen, nur zu erahnenden Zusammenhangs – sie wirkt viel zu groß für den Raum und konstituiert sich als Fragment. Das Ausschnitthafte wiederholt sich im Blick von der Straße. Es ist aber nicht von Interesse, eine Illusion zu erschaffen – die eines wirklichen Anschlusses an einen größeren Zusammenhang – , obwohl es ihn in jedem Fall gibt.

Die Arbeit versteht sich als Gefüge aus malerischem, plastisch/bildhauerischem sowie architektonischem Anspruch.