Catching Ripples : Napp

Catching Ripples.

Janetta Napp

28. August – 2. Oktober 2010.

Das explizite Interesse der auf Hawaii geborenen Künstlerin Janetta Napp an Naturformen ist eng an die Erfahrungen ihrer Heimat gebunden.

Das für uns Fremde, Exotische mit einem außergewöhlichen Formenkosmos ist für sie selbstverständliches Lebensumfeld. Gleichzeitig interessiert sich die Künstlerin für Laboratorien und Naturkundemuseen, in denen die Klassifizierung und Systematisierung des Natürlichen im Vordergrund steht. Das „Bebildern des Dazwischens“, der vorhandenen, aber in menschlicher Beschränkung nicht oder kaum wahrnehmbaren (Mikro-)Welten ist Antriebskraft ihres künstlerischen Arbeitens. Mal- und Zeichengründe verwandeln sich gleichsam in Organismen, deren Ordnung die Künstlerin durchfurcht, Male eingräbt und in ihnen dem Faszinosum der natürlichen Form nachgibt.

Ihre Objekte spiegeln einen anderen Aspekt: das Filigrane, Spielerisch-Leichte. Im Mikrokosmos finden sich als pars pro toto gleichnishaft Aspekte alles Menschlichen. Die Arbeiten von Janetta Napp verstehen sich in ihrer Gesamtheit eher als eine Sammlung von inneren Bauplänen der Welt, weniger als äußerliche Erklärungsversuche.