Gudrun von Maltzan, Raphaëlle Paupert-Borne, Jean-Jacques Rullier
Gudrun von Maltzan, Raphaëlle Paupert-Borne, Jean-Jacques Rullier
Gudrun von Maltzan, Raphaëlle Paupert-Borne, Jean-Jacques Rullier

Enlèvement du temps  | Positionen zeitgenössischer Zeichnung

Gudrun von Maltzan | Raphaëlle Paupert-Borne | Jean-Jacques Rullier

23. Mai – 4. Juli 2009

Die Ausstellung Positionen zeitgenössischer Zeichnung 4 Enlèvement du temps zeigt Arbeiten der beiden französischen Künstler Raphaëlle Paupert-Borne und Jean-Jacques Rullier sowie von Gudrun von Maltzan, die seit über 20 Jahren in Frankreich lebt.

Alle drei Künstler arbeiten vorrangig mit dem Medium Zeichnung, untersuchen aber auch Verknüpfungen mit malerischen, filmischen und installativen Ansätzen.

Gudrun von Maltzans Zeichnungen entstehen in einer Art Meditation vor der Natur. Es ist ganz einfach: Die Zeichnerin sitzt in der Landschaft mit einem Gefühl von Glück und Freiheit und fixiert diesen Moment mit Bleistift auf Papier. Einen Augenblick des Auflösens. Jede Arbeit ist mit einer Reise und einer Wanderung verbunden. Dafür sucht sie ganz bestimmte Landschaften wie Mecklenburg, China, Laos, Irland. Wo sich in ihren früheren Arbeiten noch übersinnliche Wesen in die Arbeiten einschlichen, vertraut die Künstlerin inzwischen ganz der Präsenz der Natur.

Jean-Jacques Rulliers Arbeiten, die Visionen, sind Resultate von großen Reisen, auf denen er Material sammelt. Promenaden der Kartographie, in Landschaften und Kulturen. Danach erst entstehen seine Blätter, die sich teilweise zu Büchern verbinden. Ähnlich wie Gudrun von Maltzan interessiert ihn die asiatische Spiritualität. Im Delikatessenhaus zeigt er Arbeiten, die im Kontext von Reisen nach Japan und in den Himalaya entstanden sind.

Raphaëlle Paupert-Borne versteht sich als Chronistin des Alltags. Sie zeichnet drinnen wie draußen, wie eine Art Kamera, ein Aufnahmegerät. Ihr Dekor ist die Straße, das Café, der Park, Reisen, die Familie, alles erscheint festhaltenswert. Serien des Alltäglichen und Flüchtigen entstehen u.a. in Form von Skizzenbüchern und langgezogenen Streifen, die sich an Filmrollen orientieren. Ihre städtischen Durchstreifungen verwandeln sich gleichzeitig zu einem persönlichen Tagebuch des Sehens.

Mit freundlicher Unterstützung des Französischen Instituts!