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Lyrikbuchhandlung.

hochroth-Verlag zu Gast im Delikatessenhaus während der Leipziger Buchmesse

Geöffnet vom 13. – 17. März 2013.

I want to believe

Ausstellung von HGB-Studenten und Absolventen der Klassen Illustration und Systemdesign.

Maximilian Baitinger, Sara Bock, Julia Boehme, Johanna Benz, Anna Gille, Matthias Geisler, Anna Haifisch.

Nach einem spannenden und erfolgreichen ersten Jahr wird die Lyrikbuchhandlung zur Leipziger Buchmesse 2013 erneut belebt. Auch dieses Jahr findet sie wieder in Kooperation mit dem Kunstraum Delikatessenhaus auf der Karl-Heine-Straße statt, der dazu in den Galerieräumen die Ausstellung I want to believe von HGB-Studenten der Fachklasse Illustration zeigt (mit Maximilian Baitinger, Johanna Benz, Sara Bock, Julia Boehme, Anna Gille, Matthias Geisler, Anna Haifisch).

Die temporäre Buchhandlung hat zum Ziel, unabhängigen Verlagen mit einem Schwerpunkt auf Lyrik eine Plattform zu geben und ihre Autoren zu präsentieren. Von Mittwoch bis Freitag wird es ca. 30 Lyriklesungen im Delikatessenhaus geben.

Die Lyrikbuchhandlung wird organisiert von hochroth Leipzig, der 2011 gegründeten Dependance des hochroth Verlags Berlin. Hochroth ist ein Verein für Literaturvermittlung, der junge Autoren fördern und vergessene wieder aufleben lassen will.

Teilnehmende Verlage: Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Edition AZUR, Edition Rugerup, FIXPOETRY Verlag, freiraum Verlag, hochroth Verlag, kookbooks, Parasitenpresse, poetenladen Verlag, Reinecke & Voß, roughbooks, [SIC] Literaturverlag, Verlag Das Wunderhorn, Verlag Peter Engstler, Verlagshaus J. Frank

www.lyrikbuchhandlung.de
6. – 28. Juni 2014

Deli open. Künstlergespräch
Samstag. 14. Juni 2014. 15:00 Uhr

Die Berliner Künstlerin Astrid Busch entwickelt für das Delikatessenhaus eine ortsspezifische Installation, die sich fragmentarisch auf Bauprojekte bezieht, deren Grundlage Transparenz bilden. Transparenz als Mythos der Postmoderne erlebt in der zweiten Moderne eine Wiederholung, dem Baustoff Glas werden nahezu magische Eigenschaften zugeschrieben.

Sein Hauptcharakteristikum, die Transparenz, ließ den Einsatz von Glas am Bauwerk zum Symbol einer offenen Haltung seines Bauherren werden. Jedoch wird der Gedanke der Transparenz schrittweise ersetzt durch das Phänomen der Undurchsichtigkeit. Glas wirkt nur bei bestimmten Lichtverhältnissen transparent, aus Transparenz wird Lichtdurchlässigkeit und daraus wiederum Dunkelheit und Undurchsichtigkeit. Die sich daraus ergebenden Eigenschaften der Entfremdung ähneln unheimlichen Wirkungen von Spiegelungen, über die bereits Autoren der Romantik geschrieben haben.

Der Architekt erlaubt uns weder an der Oberfläche anzuhalten, noch in sie einzudringen. Parallelen zum sogenannten gläsernen Menschen, der flächendeckenden Überwachung des Staates seiner Bürger und eine entstehende Paranoia, wie sie schon in Francis Ford Coppolas Film The Conversation aus dem Jahr 1974 überzeugend gezeigt wurde, bilden sowohl inhaltlich als auch formal die Basis der Installationen der Künstlerin. Aber auch aktuelle unbegründete Verdachtsmomente erzeugt durch modernes Kommunikationsverhalten fließen in ihre Überlegungen ein.

Astrid Busch arbeitet mit Zitaten von Bauwerken, schafft künstliche Ruinen, indem sie das Vokabular eines Gebäudes benutzt. Sie schafft dabei Strukturen, die sich zwischen Aufbau und Zusammenfall ansiedeln. Durch Überlappungen und Verschachtelungen von Raumfragmenten entstehen neue Räume und Illusionen. Erkennbar bleiben Andeutungen, Atmosphären und Bemerkungen.