ZEICHEN DES GLÜCKS : N. Jahns
ZEICHEN DES GLÜCKS : N. Jahns
ZEICHEN DES GLÜCKS : N. Jahns
ZEICHEN DES GLÜCKS : N. Jahns

ZEICHEN DES GLÜCKS.

Nancy Jahns

9. Oktober bis 6. November 2010.

Nancy Jahns beschenkt in ihrer Ausstellung den Betrachter mit Zeichen des Glücks. Es sind Dinge, die von Nancy Jahns untersucht und mit der analogen Fotografie sowie des digitalen Films festgehalten werden. Als Objekte behaupten sie ihre Präsenz: frei in der Luft schwebend oder auf Tischen an- und zugeordnet; einem Versuchslabor entsprechend, von dem man allerdings nicht genau weiß, was denn in ihm so genau geschieht.

Diese Objekte genügen sich selbst, sprechen für sich, verweisen aber auch auf ihre Entsprechungen oder sind symbiotisch aneinander gebunden, scheinen sich bedürfnislos auszuhalten. In den Tischinstallationen sehen wir Objekte aus unterschiedlichsten Materialien in verschiedenen Gewichtszuständen. Es gibt Gegenstände, die in ihrer Originalität verbleiben, Gegenstände, die in Bronze oder Eisen abgeformt wurden; Gegenstände, die zusammengefügt bzw. -gestellt einen neuen Bedeutungszusammenhang erhalten und Gegenstände, deren Oberfläche durch Farbanstrich oder die Technik der Vergoldung verändert wurden; schließlich Gegenstände, die zersägt wurden, um daraufhin wieder neu montiert zu werden. Zudem werden Objekte durch den Einsatz von Spiegeln optisch verdoppelt und verformt.

Hervorzuheben ist die Arbeit mit dem Titel Ein Spiel, 17 Fotografien. Ausgangspunkt der Arbeit sind gefundene Tischtenniskellen, die vom Spiel verbraucht, abgenutzt, von ihren Spielern durch Einritzungen und -bohrungen markiert, chiffriert und deformiert wurden. In den kostbaren Zeichen des Glücks hält Nancy Jahns das für uns fest, was sonst in der Flüchtigkeit an uns vorbeigehuscht wäre.

Bärbel Burck