PANDEMONIUM : Angstenberger
PANDEMONIUM : Angstenberger
PANDEMONIUM : Angstenberger
PANDEMONIUM : Angstenberger
PANDEMONIUM : Angstenberger

PANDEMONIUM.

Nándor Angstenberger.

20. März – 2. Mai 2010.

Bei der Begegnung mit Nándor Angstenbergers Konstruktionen aus Plastikresten fühlt man sich unweigerlich zurückversetzt in Kinderwelten, wo es ein Leichtes war, dem unbedeutendsten Ding magische Kräfte zuzugestehen. Die Aneignung der Welt im modellhaften Spiel lässt sich auch heute noch aus den Installationen Angstenbergers lesen, auch wenn seine Arbeiten inzwischen einen unheimlichen Grundton aussenden.

Die perfektionistisch gearbeiteten, präzise zusammengefügten Bauten fordern Respekt und lassen an überlegene Zivilisationen aus Science-Fiction-Welten denken. Gleichzeitig herrscht eine beunruhigende Leere, die Architekturen wirken verlassen, ihr Zweck scheint verloren gegangen zu sein. Die Banalität des Materials wandelt sich in der Verdichtung zu einer paradoxen Metapher für Luxus und Dekadenz.

Der Zivilisationsschrott verweigert sich seiner Herkunft und verwächst zu Palästen, in denen das Fremde herrscht. Pandämonium steht in der griechischen Mythologie für die Gesamtheit aller bösen Geister. Der imaginierte Gang durch die Konstruktionen Nándor Angstenbergers lässt tatsächlich Empfindungen entstehen, die zwischen Faszination und Vereinsamung schwanken. Von allen guten Geistern verlassen, verirrt sich der Betrachter in einer Parallelwelt.

Die Ausstellung im Delikatessenhaus gibt einen Überblick über Nándor Angstenbergers jüngste Arbeiten.